Jugend Forscht Regionalwettbewerb Köln-Bonn am 15.02.19 © Volker Lannert/Uni-Bonn

Die Sieger von Jugend forscht an der Uni

Die Sieger von Jugend forscht an der Uni Bonn Vier erste Preise. 73 Jungforscher stellen ihre Projekte beim Regionalwettbewerb Bonn/Köln vor

 

Sind Mikrowellen schädlich? Lässt sich mit Pellets aus Gülle heizen? Wie gelingt es, aus Pflanzen veganes Leder herzustellen? Wie kann die Datenauswertung zur Dunklen Materie optimiert werden? Mit diesen Themen errangen heute Jungforscher beim Regionalwettbewerb Bonn/Köln von Jugend forscht/Schüler experimentieren an der Bonner Universität erste Preise. Insgesamt waren 73 Teilnehmer angetreten und präsentierten am Nachmittag in der Universitätsaula 35 Forschungsprojekte der Öffentlichkeit. Die Erstplatzierten qualifizierten sich als Regionalsieger für die Teilnahme am Landeswettbewerb.

 

Den ersten Platz in der Sparte Biologie bei Schüler experimentieren sicherten sich Felicitas Farber (9) und Anna Impekoven (10) von der Gemeinschaftsgrundschule Oedekoven. Sie untersuchten anhand von Kresse-Samen und -Pflanzen, ob Mikrowellen schädlich sind.

 

Veganes Leder aus Pflanzenbestandteilen

 

Wie lässt sich aus den Pflanzenbestandteilen Stärke und Pektin veganes Leder herstellen? Diese Frage bearbeitete mit Erfolg Felix Möller (13) vom Rhein-Sieg-Gymnasium in Sankt Augustin. Mit Hilfe von Citrus- und Apfelpektinen gelang es ihm, einen Stoff herzustellen, der in seinen Eigenschaften tierischem Leder sehr ähnlich ist. Dafür errang er den ersten Platz in Chemie in der Sparte Schüler experimentieren.

 

Gülle-Pellets für die Energiegewinnung

 

In der Sparte Jugend forscht erzielten Erik Hofmann (15), Julian Jacobs (13) und Patrick Pütz (15) vom Clara-Fey-Gymnasium einen ersten Platz in Chemie. Aus den festen Bestandteilen von Gülle pressten die Schüler Pellets und prüften sie auf ihre Eignung für die industrielle Energiegewinnung.

 

Auf den Spuren der Dunklen Energie

 

Carolin Kohl (17) vom Paul-Klee-Gymnasium errang den ersten Platz in Physik bei Jugend forscht. Sie optimierte Netzwerktypen, mit denen sich die Daten zu möglichen Kandidaten für Dunkle Materie auswerten lassen. Hierfür besuchte sie zwei Wochen eine Arbeitsgruppe am Teilchenforschungszentrum CERN in Genf.

 

Hoher wissenschaftlicher Anspruch

 

Prorektorin Prof. Dr. Karin Holm-Müller begrüßte die Teilnehmer. „Als Universität veranstalten wir den Regionalwettbewerb Jugend forscht/Schüler experimentieren sehr gerne, denn er ist ein wichtiger Beitrag, um interessierte junge Menschen an die Forschung heranzuführen“, sagte sie. „Der wissenschaftliche Anspruch der Projekte und das Engagement sind sehr hoch.“

 

Uni Bonn richtet zum achten Mal „Jugend forscht“ aus

 

Bereits zum achten Mal richtete die Bonner Universität nun den Regionalwettbewerb aus. „Wir freuen uns sehr, dass die Universität Bonn seit 2012 Pate des Regionalwettbewerbs ist. Ohne unsere Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft wäre Jugend forscht nicht denkbar“, teilte Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V., mit. „Für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft ist es wichtig, dass kein Talent verloren geht und jeder interessierte, leistungsbereite junge Mensch die Chance erhält, entdeckt und gefördert zu werden.“

 

Die öffentliche Präsentation der Exponate von insgesamt 73 Teilnehmern am Nachmittag in der Aula der Universität Bonn stieß auf großes Interesse. „Wir gratulieren denjenigen, die sich heute für den Landeswettbewerb qualifiziert haben“, sagte die Jugend forscht-Patenbeauftragte Dr. Andrea Grugel von der Universität Bonn. „Doch gewonnen haben alle Teilnehmer, weil Jugend forscht und Schüler experimentieren wichtige Erfahrungen für den weiteren Lebensweg sind.“

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