Der Rhein – Ein optimaler Ort um sich zu Erholen.
Der Rhein – Ein optimaler Ort um sich zu Erholen.

Naherholung statt Fernreise 

Local recreation instead of long-distance travel

Regional ist Trumpf. Familienurlaub zuhause oder in der näheren Region wird auch bei Menschen, die sich eigentlich eine Fernreise leisten könnten immer beliebter.

Erschienen in Hallo Bonn! Das Bonner Bürger-Buch Ausgabe 2019 

Dass das Gute so nahe liegt, wussten ja schon unsere Altvorderen zu berichten: Dass dieser Spruch aber nicht viel mehr sei, als eine mehr oder weniger gelungene Ausrede für den Verzicht auf Urlaub aufgrund nicht vorhandener finanzieller Ressourcen, galt vielen Zeitgenossen lange Zeit als ebenso gewiss. Das hat sich gravierend geändert: Immer mehr Menschen schauen sich ihren ökologischen Fußabdruck genauer an und entscheiden sich, statt der letzten Urwälder Sumatras lieber die letzten Urwälder der Eifel zu erkunden.

Die gibt es nämlich tatsächlich im 2004 geschaffenen Nationalpark Eifel. In den über 100 Quadratkilometern Buchenwald lassen sich mit etwas Glück statt Sumatra-Tigern die ähnlich seltenen, aber etwas kleineren und dafür auch für Menschen ungefährlicheren, heimischen Wildkatzen beobachten. Dazu kommen Rothirsche, Uhus, Fledermäuse und viele andere Wildtiere. Viele Familien entscheiden sich in letzter Zeit ganz bewusst auf Wochenendtrips mit dem Billigflieger oder weite Reisen teilweise oder sogar vollständig zu verzichten. Dafür verbringen sie dann ihren Freizeit vermehrt in Eifel, Hunsrück oder Westerwald.

Und insbesondere Kinder müssen dabei auf nichts verzichten. Die Abenteuer vor der Haustüre sind für die Jüngsten meist genauso spannend, wie der Trip nach Mallorca oder Bali. Entscheidend ist die Einstellung: Die Eltern müssen also auch fest hinter ihrer Entscheidung stehen, und sollten auf keinen Fall versuchen ihrem Nachwuchs den Eifeltrip als Schmalspurversion einer zunächst favorisierten Fernreise zu „verkaufen“. Wer sich aber auf das Erlebnis „Heimaturlaub“ voll und ganz einlässt, der wird mit unvergesslichen Eindrücken belohnt und sieht sein näheres Wohnumfeld auch anschließend meist mit ganz anderen Augen.

Den Nachwuchs mit auf eine Zelttour zu nehmen, steht bei den so genannten „Mikroabenteuern“ für Familien an der Spitze der Beliebtheitsskala. Aber auch eine „Rehpirsch“ im Siebengebirge oder eine „Wildwasser“-Kanutour die Sieg hinab machen die neue Art der „Naherholung“ zu einem unvergesslichen Abenteuer. Anregungen findet man bei zahlreichen Anbietern, die auch dafür Sorge tragen, dass die Natur bei den Freizeitaktivitäten keinen Schaden nimmt. Weil man in Deutschland nicht so einfach im Freien zelten darf, müssen die Eltern zum Beispiel vorab nach einem geeigneten Campingplatz Ausschau halten.

Diese Flagge sehen Sie, wenn nachfolgen ein Text auf Englischer Sprache zu lesen ist.

Regional is a trump card: Family holidays at home or in the nearer region are becoming increasingly popular even among people who can afford a long-distance trip.

Already our ancestors knew that the good is so close: That this saying is not much more than a more or less successful excuse for the renunciation of holidays due to lack of financial resources, many contemporaries considered for a long time. This has changed dramatically: More and more people are taking a closer look at their ecological footprint and instead of exploring the last jungles of Sumatra, they prefer to explore the last primeval forests of the Eifel.
In fact, they actually exist in the Eifel National Park, created in 2004. In the more than 100 square kilometres beech forest can be observed with some luck instead of Sumatran tigers, the similarly rare, but slightly smaller and less dangerous to humans, domestic wildcats. There are also red deer, owls, bats and many other wild animals. Lately, many families have deliberately opted for weekend trips with the low-cost airline or long trips partially or even completely dispense. They then spend their free time increasingly in the Eifel, Hunsrück or Westerwald.

And especially children do not have to do without anything. The adventures on the doorstep are for the youngest usually just as exciting as the trip to Mallorca or Bali. Decisive is the attitude: The parents must also firmly stand behind their decision and should not try to sell their offspring to the Eifel trip as a narrow-gauge version of an initially favoured long-distance travel. However, anyone who fully embarks on the „home leave“ experience will be rewarded with unforgettable impressions and then sees his or her living environment mostly with completely different eyes.

Bringing offspring on a tent tour is one of the top popularity scores for so-called „micro-adventures“ for families. But even a „deer stag“ in the Siebengebirge or a „Whitewater“ canoe trip down the road make the new kind of „recreation“ an unforgettable adventure. Suggestions can be found in numerous providers, who also ensure that nature takes no harm in the leisure activities. Because it is not so easy to camp outdoors in Germany, parents must look for a suitable campsite in advance, for example.

Lesen Sie auch Teil 2 unseres Magazins Hallo Bonn! Das Bonner Bürger-Buch Ausgabe 2019

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